Unser Programm   



November

Ludwig W. Müller - Absolute Welt Klapse-Eine Einweisung

Donnerstag, den 23. November 2017

Wo? In der Alpseestube Hohenschwangau

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 14,00 Euro

Wenn Ludwig W.Müller seinen legendären Sprachwitz in cerebraler Dauerextase hervorsprudelt, hat sich schon manch staunender Zuschauer gefragt, ob der österreichische WORDaholic nicht den totalen Oberschaden hat. Aber etwas genauer betrachtet: haben wir nicht alle irgendwie einen an der Klatsche? Ist der Wahnsinn nicht ohnehin der Normalzustand der Welt?

 

Egal ob im Fußballstadion, im Straßenverkehr oder im Büro- so manchen Mitmenschen oder Arbeitskollegen könnten die Fachärzte doch als prototypischen Borderliner auf die Vortragsreise mitnehmen, und die Chefin gleich dazu. Und Hand aufs Herz: unseren geliebten Lebenspartner wollten wir doch auch alle schon einmal zur Therapie schicken!

 

Die Fallbeispiele des täglichen Irrsinns in seinem neuen Bühnenprogramm „Absolute Weltklapse“ bezieht Ludwig W. Müller problemlos aus typischen Stressgebieten wie Ehe, Schule oder der Bühne der Weltpolitik und natürlich Müllers Hausgemeinschaft in Wien-Ottakring.

 

Aber wo fängt eine waschechte Paranoia an, und wo hört das altersübliche „Verfolgerl“ auf? Wer hat den echten Burnout, wer ist nur ein bisserl depri oder agro und wer will einfach nur auf Kassenkosten mit einem Pharmacocktail in der 5-Sterne-Reha abhängen? Wer ist also wirklich reif für die Klapse? Ludwig W. Müller geht mit gutem Beispiel voran und tritt schließlich selbst zum ADHS-Test an. Und sieht dem Ergebnis gelassen entgegen. Bei dem, was uns täglich an Nachrichten um die Ohren fliegt, ist doch ein solides Aufmerksamkeitsdefizit ein Überlebensprinzip.Diagnose: Absolut(e) Weltklapse.


Dezember

Die Stars aus der beliebten Fernsehserie "Dahoam is Dahoam" lesen "Ingeborg" von Curt Goetz

Samstag, den 16. Dezember 2017

Wo?: Im Schlossbräustüberl Hohenschwangau

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 19,00 Euro

Katrin Lux

Foto: Copyright BR Marco Orlando Pichler

Brigitte Walbrun

Foto: Copyright BR Nadya Jakobs


Bernhard Ulrich

Foto: Copyright BR Marco Orlando Pichler

Holger Matthias Wilhelm

Foto: Copyright BR Marco Orlando Pichler


Michael Tasche

 


Ingeborg zählt zu den bekanntesten Stücken von Curt Goetz. Das 1921 uraufgeführte Werk ist im Grunde sein erster abendfüllender (erklärter) Theatertext. Die schwärmerische Ingeborg wird mit einem Male aus ihrer wohl behüteten Balance gebracht, als auf dem Gut ihres Gatten ihr geheimnisvoller Jugendschwarm auftaucht. Sie fühlt sich hin- und hergerissen zwischen den beiden Männern, die sich dummerweise auch noch gegenseitig in herzlicher Freundschaft zugetan sind.

 

Nach einigen Verwicklungen muss die junge Frau feststellen, dass sie die Herren, jeden für sich und jeden gleichermaßen, liebt. Wie ist mit so einer Situation umzugehen? Die trinkfeste Tante Ottilie weiß Rat: „Die Frau bleibt bei dem Mann, den sie lieb hat, und mit dem anderen hat sie eine Liaison.“ Entrüstet weisen die anderen jenes unmoralische Angebot weit von sich. Wie der Jonglierungsversuch mit der Ehe nun tatsächlich ausgeht, bleibt der Phantasie des Zuschauers überlassen.

 

Als sich die gnädige Frau zum Ende des Stücks noch mal zu einem Spaziergang aufmacht, weiß nicht einmal Herr Konjunktiv (!), der Diener des Hauses, Eindeutiges zu berichten. Als Drama mit vielen Zwischentönen und genauer Psychologie wirkt es wiederum wie eine Hommage an Ibsen, dessen Nora im „Puppenheim“ einen ähnlichen Konflikt zu bewältigen hat wie die Ingeborg. Und nicht umsonst schließt der Abend mit den Klängen von Griegs „Morgenstimmung“ aus dem „Peer Gynt“.

 

Dass bei aller Ernsthaftigkeit die Komik nicht zu kurz kommt, dafür sorgt allein schon die virile Ottilie, die launig immer eine Lebensweisheit parat hält und mit Herz und Schnauze die in Liebeshändel verstrickte Gesellschaft auf Trab hält.

 

Die Besetzung:

 

- Ingeborg:                    Katrin Lux

- Ottokar, ihr Mann:      Bernhard Ulrich

- Tante Ottilie:              Brigitte Walbrun

- Peter Peter:                Holger Matthias Wilhelm

 

. Als Erzähler fungiert Michael Tasche (Autor, Regisseur und Ex-Moderator)

 

Curt Goetz ist leider ein wenig in Vergessenheit geraten. Er war ein genialer Schauspieler, Film- und Bühnenautor. Zu seinen bekanntesten Werken gehören sicherlich „Die Frau mit den zwei Gesichtern“ mit Greta Garbo, „Das Haus in Montevideo“ mit Heinz Rühmann und Ruth Leuwerik oder „Hokus Pokus“ ebenfalls mit Heinz Rühmann und Lieselotte Pulver. 

Er hat auch zahlreiche urkomische Komödien geschrieben; „Ingeborg“ ist eine davon.