16. Dezember

"Ingeborg"-eine Komödie von Curt Goetz gelesen von den Stars aus der TV-Serie "Dahoam is Dahoam"

Ein Stelldichein mit den Stars aus der TV-Serie "Dahoam is Dahoam" gab es zum Jahresende im Schlossbräustüberl Hohenschwangau. Brigitte Walbrun, Katrin Lux, Holger Matthias Wilhelm und Bernhard Ulrich zeigten sich hier von einer ganz anderen Seite. Sie lasen "Ingeborg" eine Komödie von Curt Goetz. Mit von der partie waren auch Michael Tasche (Regisseur, Drehbuchautor) und der Vorsitzende der Curt Goetz Gesellschaft Rainer Gerlach, der die Regieanweisungen gab. 

 

Die Handlung: Ingeborg und ihr Mann Ottokar, ein etwas zerstreut und linkisch wirkender, freundlicher Zeitgenosse, der durch die Erfindung einer äußerst praktischen Plastikflasche zu großem Wohlstand gekommen ist, führen eine glückliche Ehe. Eigentlich. Denn eines Tages erhält Ingeborg Besuch von ihrem alten Schulfreund Peter, der so ganz das Gegenteil von dem verschnarchten Ottokar ist. Der weltoffene und smarte Peter gibt sich gern geheimnisvoll, und bald hat sich Ingeborg in diesen Mann aus ihrer Vergangenheit verliebt. Dabei kennt sie ihn eigentlich gar nicht richtig! Denn Peters Schwärmerei von einst hatte Ingeborg nicht wirklich mitbekommen. Während der Schulzeit hatte Peter das Mädchen bei einem verbotenen Treffen mit Ottokar gesehen, sich aber, als ihm ein Lehrer zwingen wollte, ihn zu verpetzen, diesem Ansinnen verweigert und war deshalb von der Schule verwiesen worden.

 

Ingeborg war seitdem hin und weg vom unbekannten „Ritter“ und rühmte seitdem vor Ottokar dessen chevalereske Verhaltensweise. Ottokar war es eines Tages leid und gab sich schließlich selbst als eben jener Unbekannte aus. Nun droht der Schwindel aufzufliegen. Beide Männer lieben Ingeborg und mögen sich ärgerlicherweise auch noch, was sie bei so manchem gemeinsamen Trinkgelage zeigen. Nach einigen Verwicklungen muss die junge Frau feststellen, dass sie ihre beiden Männer, jeden für sich und jeden gleichermaßen, ebenfalls liebt. Was also tun? Den eigenen Mann will Ingeborg weder betrügen noch verlassen, denn sie liebt Ottokar. Auf der anderen Seite hat Peter all das, woran es Ottokar mangelt. Sie fragt ihre lebenslustige Tante Ottilie, die nie um eine Lebensweisheit verlegen ist, um Rat. Die weiß, was zu tun ist: „Die Frau bleibt bei dem Mann, den sie liebt, und mit dem anderen hat sie eine Liaison.“ Dass die beiden betroffenen Männer von dieser „unmoralischen“ Idee nicht sonderlich begeistert sind, ist ebenso klar. 

 

Die Schauspieler, allesamt brilliant, rissen das Publikum mit und zogen es in ihren Bann. Viele Lachsalven und Applaus bekamen sie dafür zurück. Durch die Regieanweisungen von Herrn Gerlach bekam die Lesung eine wunderbare Dynamik. Es war ein wunderbarer Abend mit wunderbaren Schauspielern, die übrigens noch einen Gast dabei hatten; die "Uri" aus der Serie Dahoam is Dahoam, Ursula Erber. Sie saß im Publikum. 

 

Vielen vielen Dank für einen wunderschönen, sehr lustigen Abend. 

 

 




23. November

Ludwig Müller - "Absolute WeltKlapse - eine Einweisung"

 

Ludwig Müller – der König des Schüttelreimes – hat in der vollbesetzten Alpseestube die Lachmuskeln des Publikums gehörig strapaziert. Mit seinem Programm „Absolute WeltKlapse – eine Einweisung“ erklärte Müller mit Wortwitz und in Schüttelreimen die Welt des großen und kleinen Mannes.

 

Gleich zu Beginn verwies er darauf, wie sehr doch der bayerische Dialekt der chinesischen Sprache ähnelt. So entgegnet der bayrische Ziegenbauer auf die Frage hin wie das Geschäft denn läuft: „Schlecht - Zwoa Ziang zweng“.

 

Herrlich auch seine Imitationen verschiedener Dialekte. So kommt immer wieder „Frau Saftschupp“ – eine ehemalige Flugzeugbegleiterin aus Russland – ins Spiel, die ihre Lebensweisheiten zum Besten gibt. Zitate aus den Schüttelreimen entnehmen Sie bitte dem Presseartikel der Allgäuer Zeitung.

 

Ein wahrhaft unvergesslicher Abend für das mit Lachtränen überströmte Publikum ging mit tosendem Applaus zu Ende. Châpeau – Ludwig Müller !!!




05. Oktober

Stefan Kröll - "GRUAM - Bayern von unten"

Stefan Kröll entführte das Publikum vom herrlich weiß-blauen bayrischem Himmel einmal hinab in die Abgründe der Volksweisheiten und Sagen. So schön wie der Himmel der Bayern sein kann, so dunkel und geheimnisvoll auch Bayerns Unterwelt. Spritzig und witzig erklärte Stefan Kröll den Zuhörern in der vollbesetzten Alpseestube seine Einblicke in die Unterwelt aus seiner Sicht. Dort begegnete er als Kind einmal selber einer alten Frau, die so alt aussah, als ob sie selber schon die Dinosaurier gefüttert hätte.

 

Der Gewinner des weltbekannten "Wertacher Stieres" - ein Kabarettpreis den sonst niemand kennt -  gelernter Schreinermeister und stolzer Inhaber des bronzenen Feuerwehrabzeichens stellte gewitzt Parallelen zwischen Goethe's Faust und dem bayrischen Druid her. Auch zwischen Schillers Räuber und dem boarischen Hiasl konnte er Parallelen erkennen. 

 

Wieder einmal ein gelungener Abend mit lachenden und zufriedenen Gästen, die ihr Wohlwollen Stefan gegenüber mit großem Beifall dankten.  

 

 




14. September

Stephan Zinner "Relativ Simpel"

Im "brechend vollem" Schlossbräustüberl brillierte Stephan Zinner urkomisch über die verschiedensten Lebenslagen. Relativ simpel sollte ein Leben doch eigentlich verlaufen, wenn da nicht immer ein Haken wäre. Ob es die Nachbarin ist, die von morgens bis abends am Fenster klebt und Stephan nach einer Zechtour fragt: "Na Herr Zinner, spät is wieder worrn hait, ober ich sag nix, hob Sie net gsegn" Sie können sicher sein, dass das am nächsten Tag die ganze Nachbarschaft weiss. Oder wenn Stefan mit seinem sächsischen Schwiegervater in den Baumarkt geht. "Wenn ich da mal allein hingehh, läuft jeder Verkäufer weg, wenn man Hilfe will" moniert er. Wenn aber sein Schwiegervater auf säschsisch um Hilfe bittet, kommen alle sächsischen Verkäufer und schreien "Nu gloaaaar, genn mo hälfn...."

 

Witzig brachte er rüber, wie die heutige deutsche Popkultur aussieht und wie deprimierend sie ist: Da singt der Pilger Xavier Naidoo: "Dieser Weg, wird kein leichter sein......" oder Tim Benzko leidet und jammert wie ein Kleinkind, wenn er singt: "Huhuhhuuuuuu, ich bin doch keine Maschine........"

 

Die Lachmuskeln der Zuschauer wurde weiter durch Stephans Lieder und Tänzen strapaziert. Ein wirklich genialer Abend ging nach langanhaltendem Applaus zu Ende. Einfach ein genialer Abend mit einem genialen Künstler!!!!!




15. Juli 2017

Klarinettentrio Schmuck

Leider ließen die niedrigen Temperaturen ein Konzert im Schlosshof des Schlosses Hohenschwangau nicht zu, so dass wir auf das Palmenhaus zurückgreifen mussten. Sayaka Schmuck, Gründerin des Klarinettentrios Schmuck gab mit ihren Partnern Til Renner und Sebastian Pigorsch ein Potpourri aus klassischer Musik und Jazz. Diese außergewöhnliche Besetzung aus der Klarinettenfamilie bestehend aus Soloklarinette, Bassethorn und Bassklarinette bescherte den Zuhörern einen wahren Ohren-schmaus. Von Auszügen aus Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte bis hin zu Irvin Berlins  Alexanders Ragtime Band war das Programm wirklich breit gefächtert. Als Zugabe gab es dann noch einen Klezmer. Das begeisterte Publikum im voll besetzten Palmenhaus dankte es den Musikern mit langanhaltendem Applaus. 



29. Juni 2017

Lateinamerikanische Nacht mit den Los Chicos und Olivia Muriel Roche

Am Donnerstag Abend heizten die Los Chicos mit heißen Salsa- , Merengue-, Latin Pop-, Bossa Nova- und Rumba Rhythmen dem Publikum im Schlossbräustüberl kräftig ein und brachten den Saal zum Toben. Leidenschaftlich und temperamentvoll nahmen Chino, Carlos und Duli das Publikum mit auf ihre musikalische Reise durch Lateinamerika. Chino, ein brillianter Entertainer und Kommunikator animierte das Publikum zum Tanzen und Mitsingen. 

 

Zwischen den Einlagen der Los Chicos trat Olivia Muriel Roche auf und tanzte Flamenco. Ihre Eleganz, ihre leidenschaft und ihre Emotionen übertrugen sich sofort auf das begeisterte Publikum, welches es Olivia mit großem Beifall dankte. 

 

Aufgrund Regens musste die lateinamerikanische Nacht ins Bräustüberl verlegt werden, was der Stimmung und dem Flair aber keinen Abbruch getan hatte. Leckere Cocktails, heiße Musik und wunderbarer Flamenco im ehemaligen Pferdestall - das hat wunderbar funktioniert und erst nach zahlreichen Zugaben ging der Abend spät in der Nacht zu Ende. 




06. Mai 2017

Internationaler Jazz mit Jörg Seidel, Larry Fuller und Martin Pizzarelli

Am Samstag erlebten die Zuhörer im Palmenhaus des Museum der Bayrischen Könige eine Weltsensation. Jörg Seidel, der berühmte Jazzsänger und Gitarrist holte sich Larry Fuller und Martin Pizzarelli nach Deutschland und in Hohenschwangau gab es das dritte Konzert auf ihrer Deutschlandtournee. Larry Fuller am Flügel, Martin Pizzarelli am Baß und Jörg Seidel an der Gitarre und Gesang, drei Musiker von Weltrang und im Jazz und Swing Gengre die bekanntesten und besten Musiker,  gaben ein Konzert der Extraklasse. Mit Stücken von u.a. Duke Ellington, George Gershwin, aber auch Eigenkompositionen von Jörg Seidel "beswingten" die Musiker das begeisterte Publikum im Palmenhaus. Völlige Harmonie im Zusammenspiel, aber auch die jeweiligen Soli am Flügel, am Baß und an der Gitarre lösten jeweils Beifallsstürme aus. Ein äußerst gelungener und unvergessener Abend ging nach etlichen Zugaben zu Ende. 



20. April 2017

A'(LB)Traumpaar - Walter Sirch und Sigrid Kraus

Mit ihrem neuen Programm "des han i Dir doch gset" strapazierten Walter Sirch und Sigrid Kraus am Donnerstag Abend die Lachmuskeln der Besucher in der "gerammelt vollen"  Alpseestube. Natürlich sagt schon der Programmtitel aus, dass die Kommunikation unter Eheleuten manchmal spärlich ist und jeder aber felsenfest sicher ist, dem Partner alles erzählt zu haben. Walter und Sigrid tauchten wieder in die Welt des kleinen Mannes/der Frau ein und stellten ganz alltägliche Szenen im Familien- Berufs- und Vereinsleben dar. Während die Ehefrau nur Fencheltee trinkt, Salat isst und Sport treibt, damit sie für den Gatten attraktiv bleibt - er allerdings nichts bemerkt, weil er damit beschäftigt ist, die junge Nachbarin mit dem Fernglas zu beobachten - "muss" der Ehemann das Doppelte auf einer Geburtstagsfeier essen, damit das Geburtstagsgeschenk auch wirklich bezahlt ist. Schließlich kann ja die Frau nicht ans Buffet, da sie ja meint, abnehmen zu müssen.  

 

Man erfährt auch, wie schwer es Unternehmer haben, die auf Geschäftsreisen in 5 Sterne Hotels wohnen, Hummer und Champagner zu sich nehmen müssen, obwohl man doch lieber saure Wurscht isst. Da hätten es die einfachen Arbeiter und Angestellten doch leichter, die können wenigstens jeden Abend ihr Bier trinken. Auch in der Prunkvilla wohnt man ja schließlich nicht zum Vergnügen, denn man kann ja einen Geschäftspartner schlecht in eine 2 Zimmer Wohnung einladen. Ganz zu Schweigen, was die Unternehmensgattin kostet und verbraucht, alleine schon an Kleidern. Wenn diese, wie in arabischen Ländern, eine Burka tragen würde, könnte man viel Geld sparen. Schmuck und das ganze Geschmeide wären dann auch hinfällig. 

 



09. Februar 2017

Songwriter Abend mit Angie Lang und MANU

Einen großartigen musikalischen Abend erlebten die Zuhörer in der Alpseestube an diesem Donnerstag. Die Songwriter Angie Lang und MANU waren zu Gast in Hohenschwangau und verzauberten wahrlich das begeisterte Publikum mit ihren eigenen Liedern, aber auch mit Coversongs. 

Angie Lang: Sie verzauberte mit Ihren romantischen und einfühlsamen Liedern und Texten, die ihre Stimmungen, Begegnungen, Erlebnisse beschreiben die Zuhörer. Begleitet wird Angie von ihrem Mann Gregor am Klavier, am Keyboard und mit der Gitarre und man spürt förmlich, dass das Paar auch musikalisch wunderbar harmonieren und sich ergänzen. 

MANU: Bürgerlich Manuel Stübinger, hat ein abgeschlossenes Musikstudium, ist Musiklehrer und professioneller Musiker. Mit seiner rauen Stimme, seiner gefühlsamen Musik und Texten brachte er eine knisternde Spannung, die schon magisch war, in die Alpseestube. Großes Vorbild von MANU ist Bob Dylan, der ihn schon immer inspiriert hat, was man deutlich spürte. MANU's Musik ist leidenschaftlich, nachdenklich, romantisch. Man saugt sich seine Musik förmlich in sich hinein. 

 

Allen drei Künstlern wünschen wir von Herzen eine großartige Zukunft und hoffen, sie bald in den Charts zu hören, denn da gehören sie unbedingt hin. 

 



19. Januar 2017

Die Mehlprimeln

Die Brüder Reinhard und Dietmar Panitz witzelten im vollbesetzten Schlossbräustüberl mit spitzer Zunge, aber auch musikalisch über das alltägliche Leben. Selber "nicht mehr ganz jugendlich" wurde der ständige Jugendwahnsinn auf die Schippe genommen. Auch die Politik kam natürlich nicht zu kurz und die über uns bestimmenden Politiker bekamen kräftig ihr Fett ab.